Pressemeldung 23. August 2010

Team in Leipzig

Perspektiven für die Filmbildung –
200 Fachleute entwickeln Modelle praktischer Filmarbeit

Ein einmalig aufgestelltes Bündnis von Fachleuten wird an drei Tagen Weichen für die Zukunft der Filmbildung in Deutschland stellen. Dabei sind Filmemacher, Professoren, Medienpädagogen, Schüler, Lehrer, Vertreter aus Filmförder- und Landesmedienanstalten. Deutsche und internationale Projekte stellen ihre Arbeit vor und in Kurzvorträgen werden Impulse für die Arbeitsgruppen des Kongresses gegeben. Am Ende steht die Formulierung der Perspektiven für die praktische Filmarbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Vom 2. bis 4. September 2010 findet im Pavillon in Hannover unter dem Titel film>>up – Modelle praktischer Filmbildung ein Kongress zu einem der zentralen Themen im Umgang mit Medien statt. Gastredner werden u.a. der Vorsitzende des deutschen Kulturrates Prof. Dr. Max Fuchs und der Vorsitzende der Gesellschaft für
Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) Prof. Dr. Norbert Neuss sein.

Im Fokus des Kongresses steht die handlungs- und produktorientierte Medienarbeit. In Speed-Datings werden 25 Projekte aus ganz Europa vorgestellt. Sie spiegeln die Vielfalt der schulischen und außerschulischen Filmarbeit wieder: verschiedene Genres, unterschiedliche Produktionsprozesse und eine Bandbreite an Themen.

In einer Dokumentarfilmwerkstatt der Willy-Brandt-Gesamtschule (Köln) suchen Schüler nach "Licht und Schatten" in ihrem Leben. Filmemacher des britischen "Clapperboard Youth" Project (Liverpool) beschäftigen sich mit Sexualität und Gewalt. In "CITYZOOMSmusic" (Hannover) komponieren und spielen Schüler die
Musik für ihre eigenen Filme. In "was ich will" äußern sich 15 -18jährige Jugendliche des Gallus Zentrums (Frankfurt) zu ihrem Verständnis von Politik. Das Schweizer Fernsehen (Zürich) präsentiert mit "Frischfilm" eine interaktive Plattform für junge Filmemacher (ausgezeichnet mit dem Grimme-Online-Award 2010). "Neue Perspektiven aus der Hosentasche" zeigt das Gymnasium Meiendorf (Hamburg) mit dem Einsatz von Handys als Filmkamera und in "Cyber-Mobbing" setzen sich Jugendliche aus Wuppertal mit Gefahren des Internets auseinander.

Die Beispiele werden ergänzt durch Impulsreferate von Wissenschaftlern, Politikern und Akteuren von Jugendfilmprojekten. Davon ausgehend diskutieren die Teilnehmer in eintägigen Arbeitsgruppen die zentralen Themen des Kongresses:
• Kooperations- und Projektformen von schulischer und außerschulischer Filmbildung
• Aus- und Weiterbildung von Multiplikatoren und Lehrern
• Fördermöglichkeiten jugendlicher Filmemacher nach der Schule
• Weiterentwicklung von Festivals und Wettbewerben für Filme von Jugendlichen

Kongressveranstalter ist das Bundesweite Schülerfilm- und Videozentrum e.V./ up-and-coming Internationales Film Festival Hannover. Gefördert wird die Tagung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).


PM_filmup_Kongress_230810.pdf